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_Eiir das Ausland : Vierteljahrig 
=. menrechtes — gleichfalls 
Schweiz gewesen ist. 
388" POŠTARINA PLAĆENA U GOTOVOM. -am 
PRANUMERATIONSPREISE ; 
Mit Zustellung Loko: 
Vierteljihrig Din. 108; monatlich 
Din. 36.—. Mit Postzustellung : 
Für das Inland: Vierteljahrig 
Din; 108; monatlich Din. 36.—. 
 
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Einzelne Nummer 2 Dinar, 
Bei durch Lohnbewegung not- 
wendig erscheinender Albonne- 
mentserhöhung ist die Differenz o 
unbedingt nachzuzahlen, | 
 
- Bei Streiks oder sonstiger Störung durch höhere Ge walt können Ersatzanspriiche nicht beriicksichtigt werden. Rechnungen zahlbar und klagbar in Osijek. PO 
 
 
Nr. 1 (8042) 
sosom 
- Gute und ehrliche - 
_. Werwaitung. 
Von Dr. Mosin Klein. : 
o Osijek, 2. Janner. 
- . Was uns nottut, ist eine gute und ehrliche Ver- 
waltung, Wir verstehen darunter eine Verwaltung, 
die reibungsios und rasch funktioniert, die Sich durch 
restlose Objektivität auszeichnet und für deren Ent- 
Schließungen ausschließlich das Gesetz und das wohl- 
verstandene Interesse des Staates und des einzelnen 
Bürgers maßgebend ist. Eine gute und ehrliche Ver- 
waltung ist natürlich nur in dem Falle denkbar, wenn 
dieselbe den Händen einwandfreier und fähiger Be- 
amten-anvertraut werden kann. Die Beamten miissen 
die .vorgeschriebene Qualifikation besitzen, sie miis- 
sen sich durch ihre Charakterfestigkeit und Uneigen-- 
nützigkeit auszeichnen, Dem richterlichen Beamten 
muß völlige Unabhängigkeit gewährt werden. Die 
politischen Beamten haben Sich wohl den Anord- 
nungen ihrer Vorgesetzten bedingungslos zu fügen, 
aber immerhin muß auch ihnen ein gewisser Spiel- 
raum gelassen werden. Der Richter hat die Politik 
Banz auszuschalten, aber auch für die politischen Be- 
amten darf die Politik nicht das IJm und Auf ihrer 
ganzen Tätigkeit Sein. Im Gegenteil, die Politik ware 
ausschließlich den berufenen Politikern zu iiberlassen, 
Die Verwaltung wäre zu entpolitisieren, da sich nur 
in diesem Faile die fiir eine gute Verwaltung 50 not- 
wendige Objektivität und Kontinuität einbürgern 
wiirde. In der Verwaltung sollen reiflich durchdachte 
und für gut erkannte Plane mit einer gewissen Be- 
harrlichkeit zur "Durchführung gelangen. Ein Regie- 
rungswechsel darf in der Verwaltung nicht gleich Er- 
 
HESS mz umrmm=au— 
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> schiitterungen hervorrufen, weil- Sich in diesem Falle 
"ute und bleibende Frfolge auf dem Gebiete der Ver. 
waltung nicht erzielen lassen, 
. Vor der Behörde sollen alle gleich sein. Die Zu- 
gehorigkcit zu einer Nation, Konfession oder gar zu 
einer politischen Partei mufB ohne EinfluB auf die 
Entscheidung der Behörde bleiben. Das Verfahren vor 
der Behörde muß wohlfeil Sein, damit auch Minder- 
- bemittelte ihre 
Rechte vor. der Behörde geltend ma- 
Den Unbemittelten muß die behördli- 
unter Jiberalster Zuerkennung des Ar- 
zuteil werden. - 
Wir haben viel zu viel Beämte. Die korrupten 
und unfähigen wären zu entlassen, die verbleibenden 
Beamten müßten namhaft besser honorieri 
werden, Dann könnten und müßten auch gr v- 
Bere Ansprüche an dieselben gestellt werden. 
Weil die Beamtenschaft bei uns Schlecht bezahlt und 
nicht immer nach ihren Leistungen behandelt wird, 
haben wir auch keinen Nachwuchs, Bei Bestellung 
und Beförderung der Beamten dürfen nur deren Fä- 
higkeiten und Leistungen und nicht freundschaftliche, 
verwandtschaftliche oder sonstige Beziehungen maf;- 
gebend Sein. Es darf sich nicht um Schaffung von 
ku = namentlich für Parteigänger .. han- 
deln. ; 3 E 
In einem Lande, dessen Verwaltung gut und ehr- 
lich ist, gelangt das Volk zu Wohlstand. Wo Wohl- 
stand herrscht, entwickelt sich Kultur und W/issen- 
schaft, — in einem reichen Lande gibt es keine Un- 
zufriedenen. In einem Lande, deren Bevölkerung zu- 
frieden ist, herrscht Ruhe und Ordnung- Die Verwal- 
tung eines Solchen Landes erfordert nur geringe Poli- 
zeikontingente. Es lassen sich schon dadurch allein 
bedeutende Ersparnisse machen. 
Eine gute und ehrliche Verwaltung, durch wel- 
che so manches Ubel im Staate behoben werden 
kčnnte, sollten eigentlich alle Politiker, die sich ernst.. 
lich um das Wohl des Staates bemiihen, anstreben. 
“4nen Programmpunkt aller politischen Parteien 
müßte die Inaugurierung einer guten und ehrlichen 
V erwaltung Sein. Jeder Wähler müßte Seine Partei- 
Sänger, fiir die er seine Kugel in die Wahlurne wirft, 
für den Fall als sie zu Abgeordneten erwählt wer- 
den, verpflichten, Sich für eine gute und ehrliche Ver- 
chen können. 
che Hilfe — 
- waltung einzusetzen Eine gute und ehrliche Verwal. 
tung ist die Formel zur tinstićen Losung der wich- 
tigsten Probleme, deren je unaufschiebbar ge- 
worden ist. In eine Wahlurne mit der Aufschrift : 
»Fiir €ine gute und ehrliche VerwaMung« wiirde die 
größte Anzahl der Stimmkugeln geworfen werden. 
 Radiie in Wien. 
- Vorgestern traf aus Wien die Meldung ein, Abg. 
Stjepan Radić sei dort eingetroffen. Von wo er kam, 
wird in der Meldung nicht gesagt. Es scheint immer. 
wahrscheinlicher, daf R adić gar nicht in der 
 
 
Unabhängiges Tagblatt. -- Organ für Politik und Volkswitschaft. 
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Fei ertage. 
 
 
OSIJEK, Freitag, 2, Jänner 1925, 
 
Unabhängige 
Jene Abgeordneten der Kroatischen republika- 
nischen Bauernpartei, die sich, wie bereits gemeldet, 
um die Abgeordneten Jalžabetić und Dr. Rudolf 
Horvat Scharen, veröffentlichen als Ergebnis ihrer 
mehrtägigen Beratungen folgendes Kommunikee: 
In der Sitzung der Kroatischen Volksvertretung 
vom 3. August 1924 in Zagreb stellte uns die Leitung 
der Kroatischen republikanischen Bauernpartei vor 
die fertige Tatsache, daB die Kroatische republikani- 
sche Bauernpartei der »Bauerninternationale« in 
Moskau beigetreten ist. Wir widersetzten uns diesem 
Beitritte, da wir schon damals wußten, daß das ganze 
kroatische Volk selbst gegen diesen Eintritt in die 
»Bauerninternationale« ist, Die Späteren Ereignisse 
haben bewiesen, wie gerechtfertigt dieser unser Wi- 
Rückkehr des Köaigs aus Paris. 
(Telegramm der »Drau«.) 
Beograd, 1. Jänner. 
. - - Der König und die Königin werden am 5, Jänner 
aus Paris zurückerwartet und die serbischen Weih- 
nachtsieiertaće im Konak verbringen. 
Der Gesundheitszustand des Prinzen Arsen 
gibt, wie aus Paris gemeldet wird, zu Besorgnissen 
 
keinen Anlaß, | 
Der Justizminister in Niš. 
(Telegram m de r >Drau i 
  
  
 
Justizminister Dr. 'Edo Lu ki 
Wahlagitatiom nach Niš begeben, 
zurückerwartet wird. 
nić hat sich zur 
von wo er am 3. d. 
kn ESENS 
. . Eine Parteiausschliessung. 
: (Telegramm der »Draua«.) 
E Ljubljana, 1. Jänner, 
Der Ausschuß der Radikalen Partei hat Dr, 
R avnikar aus der Partei ausgeschlossen, weil er 
gegen eine Wahlkooperation mit den Selbstandigen 
Demokraten aufgetreten war, 
Erkrankung des Ministers Trifkoyit. 
(Telegramm der »Drau«.) 
Beograd, 1. Jänner. 
Der Vizepräsident des Kabinetts Marko Trif- 
ko vie ist abermals erkrankt und genötigt, das Bett 
zu hüten. 
Das IminunitätSrecht der 
Abgeordneten. 
In der Frage der Immunität der Abgeordneten 
jällte die Septemviraltafel in Zagreb, Aibteilung B, 
eine interessante Entscheidung. Bekanntlich berief 
Sich der Abgeordnete August Košutić, der _gele- 
gentlich der Vorf&lle in Kaštel Stari verhaftet wer- 
den sollte, auf seine Abgeordnetenimmunitšt und 
wurde sofort freigelassen. Das Kreisgericht in Split 
Schloß sich der Ansicht K ošutić' an, ebenso auch 
die Zagreber Banaltafel, an die die Sache im Rekurs- 
wege gelangt war. Die Septemviraltafel, Abteilung 
B. dagegen hob beide unterinstanzlichen Urteile auf 
und ordnete das weitere Strafgerichtliche Vorgehen 
Segen August Košutić an, da seine Immunität mit 
dem Momente abgelaufen ist, als die Skupština auf- 
gelöst wurde, 
Finanzminister Dr. Stojadinović reist 
nach Paris. 
Beograd, 1. Janner. 
Der Prägident des - Finanzausschusses Stevan 
Nešić sprach beim Finanzminister vor. Bei dieser 
Gelegenheit wurde festgestellt, daß der Finanzaus- 
Schuß nicht wird, wie geplant, am 11. d. zusammen- 
treten können, weil der F inanzminister, der Einladung 
der französischen Regierung folgend, am 4. Jänner zu 
der am 6. Jänner in Paris beginnenden interalliierten 
Finanzministerkonferenz zich begibt. Bekanntlich 
wird diese die Reparation der deutschenReparationen 
vom September bis Dezember vornehmen, Auf unse- 
 
ren Staat entfielen von dieser Summe 10 Millionen 
Goldmark, - š O a 
 
 
kroatische republikanische 
Bauernpartei. = O 
Die Redaktion befindet gich ig 
der Oberstadt, Deszathyčina ul. 
35, 1. Stock, — Administratiom 
- ebendagelbst, Parterre, - rechte 
Seite. — Telephone ; Redaktioe 
Nr. 194; Administration Nr, -72; 
o - Privatwohnung des Chefredak- 
E teurs Nr. 391. — Unfrankierte 
Briefe bleiben unberiicksichtigt, 
Manuskripte werden. nicht re« 
 
tourniert. — Unversiegelte Zei- 
tungsreklamationen sind porto- 
— — tha — & 
|) JAHRGMNG 58. 
derstand war, da der Beitritt zur »Bauerninternatio- 
nale« dem kroatischen Volke im In- und 'Auslande 
nur überflüssige Gegner und bittere Enttäuschungen 
ebracht hat. - E : O 
: Erfüllt von Schwerer Sorge um das Schicksal des 
kroatischen Volkes, gründen wir unter dem Namen - 
>Unabhängige kroatische republikanische Bauern 
partei« eine neue Partei. Zu unserem Programm ma- 
chen wir zur Gänze das Programm der bisheri em 
Kroatischen republikanischen Bauernpartei. “ Yur 
verwahren wir uns aufs Entschiedenste gegen dem 
Eintritt in die >»Bauerninternationale«, da wir aus 
dem Auslande — besonders aber aus dem bolševisti- 
 
"ai 4 .) : y ia 
4647 Ji : 
Schen Rußland - weder moralische, noch materielle 
| Hilfe verlangen, noch annehmen. o 
I Hier eingelangten Berichten zufolge, verlassen 
die deutschen Anhanger Radić' in der Vojvodina des« 
sen Reihen. um sich dem »Kulturbund« anzuschlie. 
Ben, welcher dadurch eine ihm nicht zukommende 
politische Richtung erhalt. Sollte diese sich noch ver- 
Stärken und die Deutschen ihre Tätigkeit im Geiste 
Radie' fortsetzen, wird die Regierung den Kultur- 
bund aufl&sen, und gegen die Deutschen das - Gesetz 
zum Shutze des Staates anwenden. a 
Der Wiener »Abend« 
Viktor Emanuel empfing i : 
Audienz, Während der dramatischen Besprechung 
"meldet aus Rom: König 
Vor einer abermaligen Aufidsung 
des DeuiSchen Kulturbundes. 
- Mussolini vor dem Rilcktritt, ---- 
Mussolini in zweistiindiger 
 
gab der Konig dem Wunsche Ausdruck, Mussoli. 
nung im Lande eintreten. Der König appellierte an. 
Mussolinis Vaterlandsliebe und bat ihn abzudanken. 
Mussolini aniwortete, er möchte den für Seinen. 
Rücktkriit günstigen Moment szlbst wählen, und bat 
den Konig noch vor seinem Rücktritt für politische 
Verbrechen eine allgemeine Ainestie 'zu gewähren. 
Er riet dem Konig, eine Proklamation an das italieni. 
sche Volk zu erlassen, dal es die Parteikimpfe eins 
Stellen möge, und daß das neue Wahlrecht als Zei- 
chen des j'riedens und des Nachgebens betrachtet 
werden möge. o 
Das Wiener Blatt bemerkt dazu, daß Mügso- 
iin1 bestrebt sei, mit der Amnestie die Mörder Mat- 
teottis und die Attentäter aus Amendolo und Nitti 
retten möchte. : s OO EO 
Rom, 30. Dezember. 
Infolge des gestern erfolgten Beschlusses des 
Rechtsliberalen und mit Riicksicht auf die daraus Sich 
ergebende Veränderung der parlamentarischen : Lage 
ist der Ministerrat heute nachmittag zu einer auBer- 
ordentlichen Sitzung einberufen worden, die vier 
Stunden dauerte. Allgemein erwartet man, daß die 
Sitzung zur Demission der liberalen Mitglieder des 
Kabinetts, vielleicht Sogar zum Rücktritt einiger an- 
derer nichtfaschistischer Minister führen werde, Die 
lange Dauer der Besprechung hatte den Krisengerüch- 
ien noch mehr Wahrscheinlichkeit gegeben, Das sehr 
über die Sitzung ausgegeben wurde, ist Gegenstand 
lebhaftester Erörterungen, da es in Seiner Tragweite 
nicht ohne weiteres zu übergehen iSt, Es lautet: - 
»Die Mitglieder der Regierung Sind zu einer voll. 
Ständigen Übereinstimmung gelangt in der Bewertu 
der Lage, die durch unverantwortliche Elemente, be- 
sonders in bezug auf ihre finanziellen und čkonomi« 
Schen Rückwirkungen, entstanden ist. Die Mitglieder- 
der Regierung waren überdies darin einig, daß alle 
notwendigen Maßnahmen ergriffen werden müßten, 
um die moralischen und materiellen Interessen des 
Landes zu verteidigen.« IK 
._. Aus dieser Mitteilung geht zunachst nur das eine 
klar hervor, daß die Krise vermieden iSt, daß die Re- 
gierung bleibt und daß Se unverändert am 3, Jänner 
vor die Kammer treten wird. Überdies kann das Kom- 
munikee zur Stunde nicht anders ausgelegi werdem, 
als dahin, daf es die Absicht der Regierung ist, die 
Ursachen zu beseitigen, die nach Ansicht der Regie- 
rung zur Wirtschaftskrise des Landes, die sich unter 
anderem in dem rapiden Sinken der Valuta ausdriickt, 
, Die Ursachen sind aber in den Augen 
 
ni inöge zurücktreten, damit wieder Ruhe und Ord« 
 
kurze Kommunikee, das in den Späten Abendstunden