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kroatischen Tangente und die prinzipielle
Zusage der Erfüllung aller ihrer die Sante-
rung. es Ausgleiches betreffenden Forde-

rungen seitens des Minissterpräsidenten.

Wohl fonnten diese Erfolge nur Dan dem
gerechten. Entgegenkommen der jebigen un-
garischen Regierung und dan den patrioti=
schen Bemiihungen und Dem politischen Au-
sehen des jetzigen Banus erreicht werden,
aber mit Hilfe einer Delegation, die eld
die Methode der Koalition befolgt hätte, wä-
ren diese Vorteile für das Land niemals zu
erlangen gewesen. Dasselbe gilt von der im:
„mensen Errungenschaft der Likaner Bahn,
deren segensreiche wirtschaftliche Folgen
sehr bald in die Erscheinung treten werden

Die Nation hat diesen Wandel der Din-
ge insoweit honoriert, als sie die Koalition
bei den jüngsten. Wahlen noch tiefer sinken
ließ und der jungen Partei des nationalen
Fortschrittes trotz allen Terrarismus ihnen
gu einer anti-unionistischen Phalanx 21
Mandate, also ein. Viertel aller bisher ver-
gebenen Mandate einräumte. Wir sehen
daraus mit wachsender Hoffnung, wie der
geistige Gesundungsprogeß im Volke fort-
schreitet und wie die Nation allmählich zu
sich Lommt- und den WBeq zu einer be F
leren uationalen Eriftena au
finden trachtet. Aber gefunden hat sie ihn
leider noch nicht, und der volle Sieg: der
wahren nationalen Politik über die Politik
des Egoismus und des Volksbetruges mut
erst noch erfochten werden. Diese wahre Na-
onalpolitik kann nur auf realem Boden ge-
führt werden, sie kann nur in der posi-
tyen-Rrbeitfürdas- Vaotk und in
Dem wohtlvoerstandenen, ehrtichen
Unioniš$mu8  fulminieren, der die
bole Kefpetftierung Der froati-
schen Rechte und die reine und korrekte
Durchführung des Ausgleiches zur Voraus-
sehung hat. Diese Voraussetzung der unioni=
sischen Politik von ungarischer Seite ganz
und voll gegeben zu sehen, und im Zeichen
dieser Politik das Verfassungsleben
Kroatiens in normale Bahnen gelenkt
und den wirtschaftlichen und kulturellen
Aufschwung des Landes gesichert zu wissen-
das erwarten wir von dem Jahre, das wir
ein glückliches nennen sollen. Möge in die-

       

 

z -Die Dray-
sem Sinne 1912 für uns ein glückliches
neues Jahr bedeuten.

 

Zr Lag.
Ejjef, 2. Sanuar.
Der Banus in Aubienz.

Aus Wien wird uns gemeldet: Banus
Dr. 2. Tomafsich wurde am Sonntag, den
31. Degember, bon Senner Majestät in länge-
rer besonderer Prtvataudenz empfangen, in
welcher. der Banus über das Ergebnis der
ngsten Wahlen reserierte und den Antrag
auf Einberufung des Landtags unterbreitete.
Der König ahn den Vortrag des  Banus
huldpollst entgegen und erteilte den Vorschlä-
gen des Banus seine Zustanmung.

Wie verlautet, wird dl a h. Reskript, mit
welchem der neugewählte. Landtag eröffnet
werden wird, Erká-
rungen übher'dtis paorttische Tage
' Kroatten enthalten. f

Bamuts. Dr. d. Tomafstch hat sich nach
der Audienz Un. Begleitung des Sektionschef
v. C.havyrak und des Regierungs-Sekretärs
v. Mofinski leder nach Agram zurüickbe-
geben.

Der neue Statthalter in Dalmatien.

Wie die „M. Fr. Presse“ meldet, steht die
Ernennung des bisherigen Leiters der Dal:
umatinischen Statthalterei. Grafen Marius
Attem s. zum Statthalter unmittelbar be-
vor. Graf Attems wurde im. Mai vorigen
Jahres von. Pola, wo er als Begirkshaupt-
mann fungierte, als Nachfolger Tonkić zum
Vigepräsidenten der dalmatinischen Statt-
halterei und im Oktober 1011. als Statthalk-
ter Baron Nardell in. den Ruhestand trat.
zum Leiter der GStatthalterei extra statum
ernannt. Graf Attems wurde im. Jahre

1865 in Triest geboren und diente bei mehre-

ren Begirkshauptmannschaften des Küsten-
landes Im Jahre 1899 wurde er gur
Dienstleistung in das Ministerium des In-
nern einberufen, wurde 1895 Begirkshaupt-
mann in Lienz in Tirol, leitete die Bezirks-
hauptmannschaft Vettau und Marburg und
wurde dann im Jahre 1890 mit dem Titek
eines Hofrates zum Bezirkshauptmann von
Pola ernannt. :

Anfechtung der Abgeordnetenmwahl in

Warasdin.

Wie aus Waraádin gemeldet
haben zahlreiche dortige Wähler beschlossen,
gegen die Wahl Dr. Magdi e zum Abge-

ordneten der Stadt Warasdin einen Protest

einzubringen und zwar wegen des unerhör-

ten Terrorismus, welchen die dortigen An-

wird,

Dienslag. 2. Januax 1912.
hänger der kroatischeserkischen Koalition ge-
übt haben.

Die voll Wirksamkeit der kroatischen Spra-
chenverordnung für Dalmatien.

Mit Dem 1. Yanuar 1912 rat die im
dalmatinijden anDe&gefjebElatt  publizicrte
Verordnung vom 26. MNpril 1909, durch die
im. Königreiche Dalmatien die Sprachen-

frage geregelt wurde in oll. Kraft.. Für

die politischen Vehürden, die Gerichts. Post-
und Schulbehörden tragt die zitierte. Verord-
nung bezüglich des Gebrauches der inneren
Dienstsprache sofort nach ihrer. Kundma-
chung in Wirksamkeit, während damals die

Wirksamkeit der inneren. Dienstsprache für

die übrigen Staatsbehörden für den Termin
vom 1. Januar 1015 in Aussicht genommen
worden war. Somit hat die innere kroatische
Dienstsprache von nun ab bei allen Behör-
den Geltung. Ausnahmen gel-
ten nur für einige Städte und Orte an der
Meeresküste. in denen sich Begirksgerichte be-
finden, für welche die Zweisprachigkeit vor-
behalten bleibt. Die äußere. Dijenstsprache der
dalmatinischen Behörden bleibt durch die
Ministerialverordnung. bom. 20. April 187%
und vom 21. November. 185 geregelt.
Eine Landtags-Ersatzwahl in Bosnien.
Vor einigen Tagen fand die Ersatwahl
für das durch das MMleben ds AMMgeordneten
Milan Mačfjimović im Wahlbezirke Spe-
brenien Zornik (3. Kurte) frei  getvordene
Landtagsmandat statt. Der Kandidat der
Serbische Nationalen Organisation lana-
se Sola erhielt. 20 Stimmen, während
auf die beiden Gegenkandidaten den Bauern
Maksm Gsurkovtić 15 und den Mönch
Danilo BiIbija 1407 Stimmen entfielen.
Demnach erscheint eine Stichwahl. zwischer
Sola und Gur koptć, welch Tebterer bon
der NWočićaruppe unterftiigt wird, notwendig.

 

Inland.

— Die dreitägige Delegationssession in
Wien hat vielfache Spuren hinterlassen. Es
fehlt nicht an Stimmen, die Den Kriegsmi-
nister Ritter v. Auffenberg als einen gefal-
lenen Mann ansehen. Insbesondere die un-
garische Presse steht dem Kriegsminister
nichts weniger als wohlwollend gegenüber:

„Budapest. Hirlap“ (siebenundsechziger )
schreibt, daß Ritter v Auffenbergge-
stürzt sei. Er habe der ungarischen Nation
in einer so niedrigen Weise schmeicheln wol-
len, daß den Delegierten die Schamröte ins
Gesicht gestiegen sei, er Babe Dag AMKom-
men der Regierungen umgestoßen; er habe

die parlamentarischen Aussichten der Wehr-

 

Feuilleton.

Unsere Backfische in der Ballsaison.

Backftsche anzuziehen, gehört zu den
schwierigsten. Dingen auf dem Gebiete der
Mode. Man hat in Paris, wo man die jungen
Mädchen möglichst lange als Kinder behandelt,
dafür noch mehr Verständnis als bei uns. Bei
den Stoffen fängts an. Nur weiche, möglichst
glatte Stoffe ohne große Muster finden Ver-
wendung höchstens em feines Punkt oder
Wumenmuster trifft man hie und da für all
die duftigen Kleidchen die die winterliche
Geselligkeit für diese jungen Damen bean-
prucht. Denn auch die jungen Mädchen Pa-
ben ihre. Bälle Tangzgesellschaften. Kränzchen
und Nachnittagstees mt ihren strengen Doi-
etten vorschriften. Nur müssen. diese Tollet-
ten sts drei bis bier Grade einfacher als die
der. Mamas gehalten sein. Vor allem mup
an Besatß gespart werden, es darf nur ganz
wenig Mufputß verwendet sein und gerade
hierin wird. am meisten gesündigt. Gute
Stoffe, ei wenig guter Besatz oder Spit.
eine einfache schlichte Form - was dariiber
ist, das ist bam Uebel.

Für alle &angbereinigungen Bleiben Ehtf-
fans und Tülle die edelsten  Bbedoraugteften
Stoffe „ Wie ein Such“ foll fo ein Ballkleid-
Gen ein sZunges Mädchen umhiillen. Tüll und
hiffoan mit Rüschen und keinen. Möschen ge-
schmückt, breiten sich über glänzenden Liberty.

 

der als enges Futterröckchen verwendet wird.

Um die Schulter legt sich häufig weich ein
zartes Chiffon oder Spitzensich, falls nicht
eine schlichte, lose Kimonotaille vorgezogen
wird. Auch kleine Volants in Tillfalten

schmicken Päufig die diesjährigen Kleidchen, und passendsten anzuziehen weiß. Neigend

bet denen dann die tpischen Landinrosetten
nicht fehlen dürfen.. Zwei. Farben Chiffon
wirken häufig sehr apart, so ewa. ein zartes
hellblau oder lachsfarben mit weiß: auch gift-
grün wird für 1sjährige Mädchen schon als
Beigabe gewählt, wenn es sich mit dem Teint
verträgt und selten sieht man Dunkelrote
Perlrosen auf griinem Chiffon eingestickt. No-
sen kehren in allen Variationen als beltebte
Dekoration wieder, in. Taffet., Chiffon. Per-
len -- oder in Wolle, Ihre Wirkung ist im-
ner gleich hübsch. Crepe de Shine und Liber-
tyatlas sind em wenig praktischer als Chif-
fongewebe, deshalb werden sie für einfachere
Tanzkleidchen auch bevorzugt aber auch die
allzeit beliebten Pongekleidchen, namentlch
in Sonnenfalten gebrannt, sind stets beliebt.
Bleiben noch Tüll. und Spltenkleidchen, de-
nen man, um ihres Duft, ihrer Zartheit
willen, nur das Wort reden Lann allerdings
st gerade hier Vorsicht geboten. es darf nicht
zu viel des Guten getan werden. Häufig ber-
dirbt ein. Zuviel an Bändern uns Schleifen
den Gesamteindruck. Dasselbe gilt für die
Frisuren. So Biibj& eine kleine Bandgarnitur
im Haar se kann, so häßlich wirkt sie, wenn
sie überladen oder gar in unpassende. Farbe
sind, auch die Haars selbst missen schlicht und

 

 

nett, ohne allzu viel Künstelei aufgesteckt sein.

Die Frisuren amerikanischer Backsische kön-
nen unbedingt als Vorbild denen, wie über-
haupt die amerikanische bread and butter miß
sich mächst der Französin am vorteilhaftesten

find die ABendBilllen, die die kleinen Damen
vorsorglich Bin-< und guriiđgeleiten; fie find
Gaufig aus Samt, oft mit plifjierten Rüschen
garniert und mit einem Tüllkragen mit Ma-
rab versehen, um bei aller Schwere noch duf-
tig und jugendlich zu bleiben, oder aber Li-
berty bon Ghiffon unterschittet bildet einen
Kimonomantel. iber. den sich ein zarter Spit-
zenkraglen legt. Auch robusteres Material, wie
Tuch und Ratine, findet hier Verwendung,
stets aber mur in zarten Pastüelltönen. Rosa
und hellblau sind beliebte Farben für Capu-
chonmäntel. die sich vorne schalartig umlegen
ud seitlich mit einem Knopf gesclossen sind,
eine der poprlärsten. Formen. diese. Winters,
die vermutlich für junge Damen, die viel mit
der Elektrischen oder Stadtbahn fahren wol-
len, besser geeignet sind als Samt und Sei-
demäntel. solche Eleganz muß für den. Wa-
gen oder das Auto reserviert leben. Auch
alle übrigen Tollettendetails, wie. Strümpfe.
Schuhe und Schmuck missen gediegen, ber ein-
fach gehalten sein und sich wesentlich von allen
Moden der Erwachsenen unterscheiden. Nur in
dieser bestimmten Uebereinstmmung : komut
ein. Gesamtbild zustande, das der wahren Ele-
gang entspricht. f ß

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